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Viele Einweg-Kunststoffe werden verboten

Es ist auf Ausflügen, bei der Feld- und Forstarbeit immer wieder ärgerlich, ein Stück vermüllte Natur zu entdecken. Ein geradezu gigantisches Ausmaß aber hat dieses Ärgernis an vielen europäischen Küsten angenommen. Werden Plastikteile von Tieren verschluckt, können kleinere Teile bis zu 5 mm Durchmesser, Mikroplastik genannt, sogar bis in das Gewebe der Tiere aufgenommen werden. Sie landen dann unter Umständen als Wildfleisch, Fisch und Meeresfrüchte auf unseren Tellern. Hier beginnen wir erst, ein riesiges Problem zu erkennen.
 
Die EU hat hierauf mit einer Richtlinie reagiert, die auf der nationalen Ebene, so auch in Deutschland mit einem Verbot für Einweg-Kunststoffe umgesetzt worden ist. Seit Juli dürfen in Deutschland bestimmte Einweg-Produkte aus Kunststoff, also Kunststoffprodukte, die üblicherweise nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden, nicht mehr hergestellt werden. Das Verbot betrifft Produkte wie Wattestäbchen, Einmalbesteck und -teller, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff. Diese Kunststoff-Produkte werden am häufigsten an europäischen Stränden vorgefunden. Auch To-Go-Lebensmittelbehälter und Getränkebecher wie -behälter aus geschäumtem expandiertem Polystyrol, auch bekannt als Styropor, sollen nicht mehr auf den Markt kommen. Der Handel darf aber seine Restbestände noch verkaufen.
 
Für die Verbraucher entsteht damit keine akute Versorgungslücke, aber ein Einstieg zu anderen Kauf-Entscheidungen. Angebote für Mehrweg-Coffee-to-go-Becher und Trinkflaschen sind vielfach in Vorbereitung und auch im Handel mehr und mehr erhältlich. Die Möglichkeit, eigene Mehrweg-Becher für den Coffee-to-go befüllen zu lassen gewinnt an Verbreitung und ist ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung. Als Kunde sollte man also ruhig fragen, ob jetzt schon die eigene Mehrweg-Tasse im Coffee-Shop befüllt werden kann, oder Mehrweg-Tassen vorhanden sind. Spätestens ab dem Jahr 2023 besteht dazu eine Verpflichtung für die Anbieter von Speisen und Getränken zum Mitnehmen in größeren Läden.
 
Wattestäbchen mit Papier-Stiel sind bereits seit Jahrzehnten festes Sortiment bei einigen Drogerien. Sie sind in Handhabung und Stabilität den Stäbchen mit Kunststoffgriff gleichwertig. Als Alternative zu Kunststoff-Rührstäbchen sind Holz-Stäbchen auch bereits seit Jahren im Einsatz.
 
Die KWiN ist für Anfragen erreichbar unter Tel. 06281/906-0.

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